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Gourmet-BlogRezepte

Karotten-Curry: Mediterran-asiatischer Variationskünstler, fluffig & knackig

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Dieses Karotten-Curry verdient eine Medaille als Vielseitigkeits-Champion. Schließlich ist es so was von flexibel. Man kann es nämlich rein vegetarisch nur aus Gemüse zubereiten. Dann verwendet man einfach ein paar Karotten mehr als im Rezept angegeben und gesellt noch etwas Brokkoli dazu. Oder man nimmt diese Gemüsebasis und wählt ein Stück Fisch als Begleitung: zum Beispiel Lachs oder Wolfsbarsch. „Geflügel passt ebenfalls bestens“, sagt Simon Petutschnig, Chefkoch im Restaurant Fera in Palma, der dieses Rezept kreiert hat. Und natürlich müssen Muscheln und Garnelen, wie im Rezept angegeben, bei dieser Speise nicht immer im Team auftreten: Bei diesem Curry machen sie auch jeweils solo eine perfekte Figur.

Woran man sieht: Dieses Curry harmoniert mit ganz unterschiedlichen Partnern. Doch immer sorgt die Currypaste für Schärfe, das Salz für Würze, die Kräuter für Pfiff. Ingwer, Zitronengras und Zitrone setzen ein Statement in Sachen Frische. Und auch die verschiedenen Texturen dieses Gerichts sind natürlich ganz bewusst so komponiert: Da trifft cremiges Püree auf knackige Babykarotten. Und die köstlich-festen Meeresfrüchte begegnen einem Luftikus in Form von fluffigem Schaum.

„Ich greife bei dieser Speise gern zu Frühlingszwiebeln“, sagt Fera-Küchenchef Simon Petutschnig. „Ich liebe ihr milderes, nicht zu dominantes Aroma. Und bei der Kokosmilch fällt bei mir die Wahl auf die ungesüßte Variante. Denn Karotten und Frühlingszwiebeln geben dieser Speise bereits eine leicht süßliche Note. Sie muss für meinen Geschmack nicht zusätzlich noch verstärkt werden.“

Simon Petutschnig empfiehlt, die Jakobsmuscheln und Garnelen in zwei verschiedenen Pfannen anzubraten. Das hat einen einfachen Grund: Die Muscheln ziehen manchmal etwas Wasser. Damit der Geschmack der Garnelen aber richtig schön pur bleibt, sind sie in einer zweiten Pfanne besser aufgehoben. Noch ein Tipp: Das Öl sollte beim Anbraten der Meeresfrüchte richtig heiß sein – die Gardauer hingegen kurz! Wenn man zum Beispiel die Muscheln zu lange brutzelt, werden sie wie Gummi. Das wäre einfach zu schade bei einem so edlen Produkt. Deshalb gilt: Die Schalentiere lieber etwas zu früh herausnehmen als zu spät. Kurzum: In wenigen Arbeitsschritten zaubern Sie hier etwas ganz Feines auf den Tisch. Und wenn es dann noch Liebe angerichtet ist, schmeckt es gleich noch besser!

Das Rezept auf einen Blick

Karotten-Ingwer-Curry mit Jakobsmuscheln, Garnelen und Kokosschaum

Rezept von Simon Petutschnig (Fera Palma) · 800 g Karotten · Currysauce separat aufschäumen

Zutaten

  • 800 g Karotten fürs Püree
  • 2 Frühlingszwiebeln oder kleine Zwiebeln
  • 30 g Butter
  • 1 Stück frischer Ingwer
  • 1 Stängel Zitronengras
  • 1 EL grüne Currypaste
  • 300 ml Kokosmilch
  • 150 ml Gemüsebrühe
  • ½ Bio-Zitrone
  • 8 Babykarotten
  • etwas Olivenöl
  • 4 Jakobsmuscheln
  • 4 rote Garnelen
  • grobes Meersalz und Pfeffer
  • Schnittlauch, Zitronenmelisse, Basilikum oder Thai-Basilikum nach Geschmack

Zubereitung

  1. 800 g Karotten schälen und fein schneiden, Zwiebeln würfeln und in 30 g Butter glasig anschwitzen. Karotten kurz mitrösten. Ingwer und angeschlagenes Zitronengras zugeben, salzen, pfeffern und Currypaste einrühren.
  2. Mit Kokosmilch und 150 ml Gemüsebrühe ablöschen. Nach Originalangabe etwa 20 Minuten köcheln lassen, bis die Karotten weich sind. Flüssigkeit abseihen und auffangen, Ingwer und Zitronengras entfernen. Karotten mit wenig der Flüssigkeit zu einem cremigen Püree mixen.
  3. Für den luftigen Kokosschaum die aufgefangene Flüssigkeit mit dem Saft der halben Zitrone in einem hohen Gefäß mit einem Stabmixer aufschlagen. Bei Bedarf mit wenig Butter abrunden.
  4. Acht Babykarotten gründlich putzen und in einer geeigneten Pfanne mit wenig Öl garen, bis sie zart sind. Im Original werden sie als dekorative Komponente separat glasiert.
  5. Jakobsmuscheln und Garnelen aus zuverlässiger Quelle vorbereiten. In einer heißen Pfanne mit etwas Olivenöl unter Wenden vollständig garen; die historische Formulierung „sollten glasig sein“ ist als allgemeiner Sicherheitshinweis ungeeignet. Etwa 63 °C Kerntemperatur für Fisch und Meeresfrüchte als sichere Orientierung.
  6. Karottenpüree mittig auf Tellern anrichten, frisch aufgeschäumte Kokossauce darübergeben, Muscheln, Garnelen und Babykarotten daraufsetzen. Mit Meersalz, Zitronenabrieb und Kräutern garnieren.

Simon Petutschnig ist Küchenchef im Restaurant Fera in Palma.

 

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