Fleischlose Ernährung – Müssen Veganer auf wichtige Nährstoffe verzichten?

Spinatpfanne

Spinatpfanne mit Tofu

Für viele Menschen ist der Verzicht auf Fleisch und andere tierische Lebensmittel eine idealistische Angelegenheit. Sie wollen dadurch die Umwelt entlasten und das Leiden von Nutztieren beenden. Tatsächlich ist die Massentierhaltung auf verschiedenen Ebenen problematisch für die Umwelt. So ist sie in Deutschland für 8,2 Prozent der Treibhausgase zuständig. Damit überbietet sie sogar die industriellen Fertigungsprozesse, die bei 7,9 Prozent liegen.

Um die Nutztiere zu ernähren, müssen große Mengen von Soja angebaut werden. Dafür werden riesige Flächen des Regenwalds abgeholzt. Die vernichteten Baumbestände können kein Kohlenstoffmonoxid mehr binden, zudem verschwinden die Lebensräume zahlloser Tiere und Pflanzen. Nicht zu vergessen sind auch die Zustände, in denen die Nutztiere leben müssen, bevor sie geschlachtet werden. Die Unterbringungen in der Massentierhaltung sind oftmals so klein, dass sich die Tiere kaum bewegen können.

Ein weiterer Aspekt, der immer mehr Menschen zu vegetarischer oder veganer Ernährung bewegt, ist ein stärkerer Fokus auf ihre Gesundheit. Obst und Gemüse haben nun mal mehr Vitalstoffe zu bieten als Fleisch. Vor allem die Versorgung mit verschiedenen Vitaminen ist durch pflanzliche Lebensmittel gewährleistet. Man kann Fleisch zwar nicht absprechen, dass es ebenfalls einige Vitamine beinhaltet. Dabei handelt es sich aber weitgehend um B-Vitamine und somit nur um einen Teil der lebensnotwendigen Inhaltstoffe. Wofür Fleisch und andere tierische Speisen jedoch bekannt sind, ist ihr großer Anteil an Proteinen. Diese übernehmen im menschlichen Körper einige wichtige Aufgaben. Unter anderem sind sie am Aufbau und dem Erhalt der Muskeln beteiligt. Deshalb steht Fleisch bei Sportlern ganz hoch im Kurs.

Borough Market, London - gesundes Gemüse

Borough Market, London – gesundes Gemüse

Doch auch immer mehr Athleten haben sich vom Fleischkonsum abgewendet, darunter die Tennisspieler Novak Djokovic und Serena Williams, der MMA-Kämpfer Nate Diaz, der Rennfahrer Lewis Hamilton und der Basketballspieler Kyrie Irving. In Deutschland sorgte der Fußballer Serge Gnabry Anfang 2019 für Schlagzeilen, als er seine Abkehr vom Fleischverzehr öffentlich machte. Zwar gab er sein neues Ernährungsprinzip nach einigen Monaten wieder auf, aber eine angeregte Diskussion über das Thema hatte er trotzdem ausgelöst.

Aber wie schaffen es Sportler, die regelmäßig Spitzenleistungen erbringen müssen, auf die Proteinquelle Fleisch zu verzichten? Ganz einfach: Sie ersetzen sie durch andere Lebensmittel, die ebenfalls viel Eiweiß enthalten. Wie der Ernährungsexperte Axel Schurawlow dem Blog von Betway Sportwetten verriet, sind zum Beispiel in Nüssen, Samen, Linsen und Vollkornprodukten viele Proteine vorhanden. Schurawlow erstellte zudem einen groben Ernährungsplan, dank dem sich Athleten mit Eiweiß und anderen wichtigen Nährstoffen versorgen.

Gesunde Getränke zum entschlacken

Gesunde Getränke zum entschlacken

Wer auf eine vegetarische oder vegane Ernährung umsteigen will, ist eventuell skeptisch, was die erhältlichen Lebensmittel angeht. So gesund Obst und Gemüse auch sind – die wenigsten Menschen wollen sich ausschließlich von Äpfeln, Bananen und Möhren ernähren. Dabei hat die Vielfalt an veganen Speisen in den letzten Jahren rapide zugenommen. Auch geschmacklich können es viele fleischlose Lebensmittel mit Fleischprodukten aufnehmen. Ersatzprodukte aus Soja sind inzwischen sogar schon Klassiker und ersetzen mühelos Bratwurst und das Hackfleisch in der Bolognese-Sauce. Hafer-, Soja-, Kokos- und Mandelgetränke sind gleichwertige Alternativen zur Milch.

Neu-Vegetarier und -Veganer sollten sich jedoch verstärkt mit ihren Mahlzeiten beschäftigen. Wie die Versorgung mit Proteinen zeigt, ist es wichtig, zu wissen, welche Inhaltsstoffe in welchen Speisen in größerer Menge vorhanden sind. Nur so ist sichergestellt, dass man keinen Mangel entwickelt. Wer sich mit Lebensmitteln auskennt, versorgt seinen Körper mit wichtigen Vitalstoffen. Dabei kommt es auch darauf an, welchen Bedarf man persönlich hat. So brauchen Sportler andere Nährstoffe als beispielsweise schwangere Frauen.