Buchtipp: „Sustainable Diets“ – Warum wir unser Ernährungssystem überdenken sollten

Sustainable Diet - Wie wir die Ernährung ändern sollten

Sustainable Diet – Wie wir die Ernährung ändern sollten (Foto: Shutterstock / Yuriy Maksymiv)

Buchtipp: Sustainable Diets – Oder warum wir unser Ernährungssystem grundlegend überdenken sollten.

Ein neues, von Professor Tim Lang und Dr. Pamela Mason publiziertes Buch warnt: Verbraucher erhalten derzeit keinerlei Unterstützung bei der Umstellung auf eine nachhaltige Ernährung. Dabei verdichten sich die Hinweise darauf, dass das gegenwärtige Ernährungssystem vor dringenden Herausforderungen steht.

Laut Sustainable Diets (Nachhaltige Ernährung) (in englischer Sprache erschienen) ist eine neue Esskultur notwendig, die die Einbeziehung von Umwelt, Gesundheit, Konsumkultur und der Ökonomie der Nahrungsmittelversorgung vorsehen sollte. Dem Thema sollte eine höhere Priorität eingeräumt werden, und die Politik müsse Führungsarbeit übernehmen.

Laut der Forscher der City University (London) und Ihrem neuen Buch müssen die Menschen sowohl in Industrie- als auch in Entwicklungsländern ihre Ernährung umstellen, wenn Umweltschäden behoben und die globale Ernährung verbessert werden sollen. Sustainable Diets ist das erste Buch, das die Reichweite und das Ausmaß des Ernährungsproblems darstellt, vor dem die Welt steht.

Seine Autoren, der führende Experte für Ernährungspolitik Professor Tim Lang und die Ernährungsberaterin Dr. Pamela Mason vom Zentrum für Lebensmittelpolitik an der City, University of London, erklären, dass akuter Handlungsbedarf besteht, da die ärmeren Länder die ungesunden Essgewohnheiten der westlichen Nationen übernehmen. Sie argumentieren, die westlichen Länder seien steuerlos, da ihre Regierungen die menschliche Gesundheit und die Gesundheit der Umwelt nicht in Beziehung setzen.

Sustainable Diets beleuchtet die Erkenntnisse Hunderter von Quellen, um für einen Wandel zu plädieren. Es fordert eine stärkere Betonung der kulturellen Veränderungen, die nötig sind, um die Auswirkungen des Ernährungssystems auf Umwelt und Gesundheit zu verbessern. Politiker und Lebensmittelindustrie müssten sich der wahren Kosten der globalen Ernährungssysteme für den Planeten bewusst werden und hinsichtlich der Veränderung der Verbrauchergewohnheiten eine Führungsrolle übernehmen argumentieren die Forscher.

Ein neues, von Professor Tim Lang und Dr. Pamela Mason publiziertes Buch warnt: Verbraucher erhalten derzeit keinerlei Unterstützung bei der Umstellung auf eine nachhaltige Ernährung. Dabei verdichten sich die Hinweise darauf, dass das gegenwärtige Ernährungssystem vor dringenden Herausforderungen steht. Laut Sustainable Diets (Nachhaltige Ernährung) ist eine neue Esskultur notwendig, die die Einbeziehung von Umwelt, Gesundheit, Konsumkultur und der Ökonomie der Nahrungsmittelversorgung vorsehen sollte. Dem Thema sollte eine höhere Priorität eingeräumt werden, und die Politik müsse Führungsarbeit übernehmen.

Laut der Forscher der City University (London) und Ihrem neuen Buch müssen die Menschen sowohl in Industrie- als auch in Entwicklungsländern ihre Ernährung umstellen, wenn Umweltschäden behoben und die globale Ernährung verbessert werden sollen. Sustainable Diets ist das erste Buch, das die Reichweite und das Ausmaß des Ernährungsproblems darstellt, vor dem die Welt steht.

Seine Autoren, der führende Experte für Ernährungspolitik Professor Tim Lang und die Ernährungsberaterin Dr. Pamela Mason vom Zentrum für Lebensmittelpolitik an der City, University of London, erklären, dass akuter Handlungsbedarf besteht, da die ärmeren Länder die ungesunden Essgewohnheiten der westlichen Nationen übernehmen. Sie argumentieren, die westlichen Länder seien steuerlos, da ihre Regierungen die menschliche Gesundheit und die Gesundheit der Umwelt nicht in Beziehung setzen.

Sustainable Diets beleuchtet die Erkenntnisse Hunderter von Quellen, um für einen Wandel zu plädieren. Es fordert eine stärkere Betonung der kulturellen Veränderungen, die nötig sind, um die Auswirkungen des Ernährungssystems auf Umwelt und Gesundheit zu verbessern. Politiker und Lebensmittelindustrie müssten sich der wahren Kosten der globalen Ernährungssysteme für den Planeten bewusst werden und hinsichtlich der Veränderung der Verbrauchergewohnheiten eine Führungsrolle übernehmen argumentieren die Forscher.

Gute Diät - mehr Gemüse und Protein

Gute Diät – mehr Gemüse und Protein (Foto: Shutterstock / Margouillat Photo)

Bei der Präsentation des Buchs erklärte Professor Lang:

„Was den Lebensmittelkonsum betrifft, tritt die Menschheit in eine neue Ära ein. Das neue Ziel der Verbraucher muss darin bestehen, die Auswirkungen ihrer Ernährung möglichst gering zu halten. Nur eine nachhaltige Ernährung gibt den kommenden Generationen die Chance auf ein annehmbares Leben. Es wäre utopisch zu sagen, wir könnten uns der herannahenden Krise entziehen.“

Die Autoren definieren eine nachhaltige Ernährung als eine Ernährung, die den Menschen mit den notwendigen Nährstoffen versorgt und dabei gleichzeitig die Umweltinfrastruktur (z. B. Klima, Wasser, Boden und die biologische Vielfalt) schützt und sozioökonomische Spaltungen verhindert (z.B. aufgrund von Ungleichheiten, Regierungsfehlern, geringen Löhnen und Bildung). Sie erklären, dass die Daten seit Langem eine klare Sprache sprechen, was die Ernährung der Zukunft angeht: Der Anteil pflanzlicher Lebensmittel wie Gemüse, Obst und Vollkornprodukte muss erhöht, der Konsum von Fleisch und zuckerreichen, verarbeiteten Lebensmitteln begrenzt werden. Sie argumentieren, nur eine kleine Minderheit der Bevölkerung wisse, dass die Ernährung den Klimawandel, den Wasserverbrauch und den Verlust der biologischen Vielfalt maßgeblich beeinflusst.

„Die Verbraucher wissen größtenteils nicht, wie viele Zeitbomben im Ernährungssystem ticken. Viele Supermärkte und Lebensmittelhersteller sind sich dessen bewusst, handeln jedoch unter dem Radar, wenn es darum geht, der Öffentlichkeit reinen Wein einzuschenken und Menschen für den Wandel zu gewinnen“, sagte Dr. Mason.

Laut Sustainable Diets erschweren widersprüchliche Meldungen zum Thema Ernährung die Situation zusätzlich. Im Zeitalter des Internets gibt es keine festen kulturellen Normen. Die „Hauptsache billig“-Strategie lässt sich nur schlecht mit dem Bestreben um mehr regionale Lebensmittel und Fairness vereinbaren. Und die Verbraucher sorgen sich um die Kosten des Ernährungswandels.

Die Autoren untersuchten auch, in welchen Ländern die Verbraucher dabei unterstützt werden, progressive Veränderungen herbeizuführen. Ihren Erkenntnissen zufolge helfen lediglich Schweden, Deutschland, Brasilien und Katar ihren Bürger bewusst, ihre Ernährung maßgeblich zu verändern. In Australien und in den USA hingegen, erklären sie, seien Versuche, Richtlinien für eine nachhaltige Ernährung einzuführen, aktiv von Lobbys der Lebensmittelindustrie, insbesondere des Fleisch- und Milchsektors, blockiert worden.

Die Politik schläft – Mit gravierenden Auswirkungen

Mit dem Ergebnis, dass bisher kein Wendepunkt in der globalen Ernährungspolitik erreicht wurde. Die Autoren schlagen der öffentlichen Politik eine neue Strategie in der Form von nationalen und lokalen Richtlinien für eine nachhaltige Ernährung vor, um die nachhaltigen Entwicklungsziele der Vereinten Nationen zu erreichen. Diese Strategie sieht eine 20- bis 30- jährige Übergangszeit für die Ernährungssysteme vor. Sie setzt neue Ziele für alle Sektoren und fasst die Maßnahmen in sechs übergeordneten Schwerpunkten zusammen: Lebensmittelqualität, Gesundheit, Umwelt, Kultur, Wirtschaft und Regierung.

„Wir fordern die Regierungen, Unternehmen und Städte – sowie jeden, der eine Führungsrolle übernehmen möchte – auf, sich an dieser Sechs-Punkte-Strategie für eine nachhaltige Ernährung zu orientieren. Gute Ernährung im 21. Jahrhundert umfasst: qualitativ hochwertige Lebensmittel, Gesundheit, Umweltschutz, soziokulturelle Attraktivität, ausgewogenes Wirtschaften und verantwortungsbewusste, zuverlässige Regierungen“, sagte Professor Lang.

Lebensmittel sind mehr als Nährstoffe. Wir Ernährungswissenschaftler können der Herausforderung einer nachhaltigen Ernährung nicht vom Rand aus zusehen. Wir müssen helfen, umweltorientiertere Ratschläge auszuarbeiten. Selbst mir wurde erst bei der Forschung für dieses Buch und beim Schreiben klar, wie wenig wir Ernährungsberater die Verbraucher über Nachhaltigkeit aufklären“, ergänzt Dr. Mason.

„Die westlichen Lebensmittelkonsumenten haben es noch nie so gut und so schlecht gehabt. Ihr Essverhalten untergräbt jetzt allerdings die Zukunft, denn es zieht gleichzeitig die Verbraucher aus den Entwicklungsländern in ein Essmuster hinein, das schlecht für ihre Gesundheit und für die Umwelt ist. Ohne einen bevölkerungsweiten Wandel wird die notwendige Reduzierung der Auswirkungen der Ernährung auf die Menschen und auf den Planeten zu gering ausfallen und zu spät kommen“, schließt Professor Lang auf der Buchpräsentation.

Sustainable Diets: How ecological nutrition can transform consumption and the food system (Nachhaltige Ernährung: Wie eine umweltgerechte Ernährung den Konsum und das Ernährungssystem verändern kann) wurde am Freitag, den 31. März 2017 veröffentlicht.

Fazit: Ein großartiges neues Buch, welches Probleme beleuchtet die uns zukünftig begleiten werden. Ansonsten können wir wie beim „Live-Casino“ beobachten, dass uns wohl ein Teil der Zukunft entgleiten wird, oder aber immense Probleme hervorrufen wird.

Sustainable Diets: Interessante Fakten die nachdenklich machen

  1. Die Ernährung ist gegenwärtig die Hauptursache für vorzeitige Todesfälle in der Welt. 18 Millionen Todesfälle pro Jahr stehen mit der Ernährung in Verbindung.
  2. Der Über- und Fehlkonsum in den Industrieländern weitet sich auf die Entwicklungsländer aus.
  3. Eine gute Ernährung erfordert viele pflanzliche Erzeugnisse. Die Flächennutzung ist jedoch verzerrt, weil ein Teil dieser Erzeugnisse an immer mehr Tiere für die Fleisch- und Milchproduktion verfüttert wird.
  4. Die Viehzucht ist für ein Drittel aller landwirtschaftlichen Treibhausgasemissionen verantwortlich, 36 % der Kalorien der weltweit erzeugten Feldfrüchte werden für Tierfutter genutzt. Lediglich 12 % dieser Futterkalorien tragen letztlich in Form von Fleisch oder anderen tierischen Erzeugnissen zur menschlichen Ernährung bei.
  5. Lebensmittel sind eine der Hauptursachen für die Verschlechterung der Wasser- und Bodenqualität sowie für den Verlust der biologischen Vielfalt. Die Verbraucher in den Städten sehen dies jedoch nicht, da kein Lebensmitteletikett Auskunft darüber gibt.
  6. Die Verbraucher sind sich des hohen Wasserverbrauchs für die Lebensmittelproduktion nicht bewusst. Die Ernährung eines durchschnittlichen US-Amerikaners erfordert 5.400 Liter virtuelles Wasser pro Tag, und selbst bei einer vegetarischen Ernährung sind es noch 2.600 Liter täglich.
  7. Obwohl 87 % der weltweiten Fischbestände überfischt oder völlig erschöpft [1] sind, wird den Verbrauchern weiterhin zum Verzehr von Fisch geraten.
  8. Die weltweite Verschwendung von Lebensmitteln ist trotz steigenden Bewusstseins weiterhin außer Kontrolle. Die Lebensmittelabfälle in der EU belaufen sich auf 89 Millionen Tonnen pro Jahr, was einem Wert von etwa 950 £ (1.110 €) pro Haushalt entspricht. Im Vereinigten Königreich sanken sie eine Zeitlang, stagnieren jetzt jedoch wieder.
  9. Die Lebensmittelproduktion ist weltweit der größte Arbeitgeber und beschäftigt allein im Vereinigten Königreich 3,7 Millionen Menschen. Allerdings zählt sie auch zu den Niedriglohnsektoren.
  10. Der Kostendruck durch Verträge und Händler ist hoch, um den Verbrauchern in den Städten „billige“ Lebensmittel zu garantieren.

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