24 Stunden in Zürich – Die besten Tipps um die Stadt am Zürichsee zu entdecken

Zürich im Frühling

Zürich im Frühling (Foto: Shutterstock/canadastock)

Zürich gehört zu den Städten mit der höchsten Lebensqualität weltweit. Sind 24 Stunden ausreichend, um eine solche Stadt zu entdecken? Vielleicht nicht, aber vom Wohlbefinden der Züricher lassen wir uns trotzdem gerne anstecken.

Zürich ist keine große Stadt und deswegen ideal für einen eintägigen Städtetrip. Alles, was Sie brauchen, erreichen Sie zu bequem zu Fuß: Geschichte, Kunst, Mode und vor allem gutes Essen. Hier ist eine Orientierungshilfe für Feinschmecker und Kulturliebhaber:

Die Altstadt

Viele Züricher Sehenswürdigkeiten befinden sich direkt in der Altstadt, die sich vom Zentrum der Stadt bis zum Zürichsee erstreckt. Bis 1893 war Zürich selbst nicht größer als diese Altstadt. Zwischen verwinkelten Gassen, mittelalterlichen Steinbauten und Bauwerken aus der Renaissance entdecken Sie Sehenswürdigkeiten wie das Zunfthaus, den alten botanischen Garten, das Rathaus und die berühmten Züricher Kirchen: Die St. Peter-Kirche, das Frauenmünster und das Großmünster.

Münsterhof

Für die Feinschmecker ist das Restaurant Münsterhof auf dem schönen Münsterhof-Platz ein Muss. Mit 16 GM-Punkten und einem Michelin Stern bietet der Münsterhof kulinarische Genüsse auf höchstem Niveau. Tatar vom Schweizer Rind oder Kabeljau auf Fregola Sarda, täglich wechselnde Suppen und zum Nachtisch eine hausgemachte Vanille Panna Cotta mit Rhabarberkompott – der Münsterhof präsentiert eine lokale und vielseitige Küche.

Die Räume selbst sind eine Mischung aus traditionellen und modernen Designelementen. An den Wänden hängen Skizzen von Ferdinand Hodler. Der zweite Stock wurde von der Wandmalerei „Liebesgarten“ aus dem 14. Jahrhundert inspiriert.

Zürich zu Fuß erkunden

Zürich zu Fuß erkunden (Foto: Shutterstock/Bitkiz)

Großmünster

Unübersehbar in der Altstadt ist die evangelisch-reformierte Kirche Großmünster. Ihre Doppeltürme sind das Wahrzeichen der Stadt. Der Legende nach gründete Karl der Große die Kirche, nachdem er an dieser Stelle die Gräber der Heiligen Felix und Regula wiederentdeckte. Die Kirche ist in romanischem Stil gebaut, enthält aber auch Elemente nachfolgender Epochen. So hat der Dadaist Augusto Giacometti 1933 die Chorfenster für das Großmünster gestaltet. Um eine tolle Aussicht über Zürich aus 50 Metern Höhe zu genießen, können Sie den Karlsturm erklimmen.

Paradeplatz

Auf der anderen Seite des Limmats liegt der berühmte Züricher Paradeplatz. Im 17. Jahrhundert noch unter dem Namen „Schweinemarkt“ bekannt, war es ein Umschlagplatz für Vieh. Seitdem hat sich vieles geändert. Heute ist der Paradeplatz das Synonym für Schweizer Wohlstand und das Zentrum der Schweizer Banken.

Galerie Gmurzynska

Neben London ist Zürich eine der wichtigsten Städte für den Handel mit moderner Kunst. So zog auch die Galerie Gmurzynska 2005 direkt auf den Paradeplatz. Die preisgekrönte Galerie stellt zeitgenössische und moderne Kunst sowie russische Avantgarde aus – darunter Werke bekannter Künstler wie Pablo Picasso, Kazimir Malevich und Joan Miró. In Zusammenarbeit mit renommierten Kunsthistorikern und Museen bietet die Galerie Gmurzynska Ausstellungen, die sich zwar mit den großen Museen messen lassen können, aber trotzdem immer ein wenig abseits des Mainstreams bleiben.

Auch der Standort ist nicht zufällig gewählt. Zürich ist der Geburtsort des Dadaismus und an diesem Ort wurde die Dada-Bewegung gegründet. Direkt in Nähe – in der Confiserie Sprüngli – fand 1917 die erste Dada-Ausstellung statt. Die Galerie unterhält noch zwei weitere Standorte: einen in Zug und einen in St. Moritz.

Züricher Geschnetzeltes

Züricher Geschnetzeltes (Foto: Shutterstock/ stockcreations)

Bahnhofstraße

Bei einem Rundgang durch Zürich darf die Bahnhofstraße nicht fehlen. Auf der Flanier- und Einkaufsmeile befinden sich die umsatzstärksten Läden Europas. Juweliere, Uhrenhäuser für Schweizer Uhren, Luxushotels und Designer-Boutiquen von Dior, Gucci und Louis Vuitton – die Bahnhofstraße ist sowohl bei Einheimischen als auch bei Touristen beliebt. Nach Kunst und Kultur am Vormittag ist ein wenig Shopping oder ein Schaufensterbummel ein perfektes Nachmittagsprogramm.

Kronenhalle

Shoppen macht hungrig. Sobald Sie das Ende der Bahnhofstraße erreicht haben, ist endlich Zeit für die kulinarische Züricher Spezialität: Züricher Geschnetzeltes. Viele Restaurants bieten den Klassiker an, doch wer Kunst und gutes Essen verbinden möchte, ist mit der Kronenhalle gut beraten. Die Kronenhalle wurde 1924 eröffnet und war schon immer ein Treffpunkt für Schriftsteller, Künstler und Designer. Zu den bekannten Gästen zählten Coco Chanel, James Joyce, Max Frisch und Pablo Picasso.

Gustav Zumsteg – der Kunsthändler und frühere Inhaber der Kronenhalle – schmückte die Räume mit Kunst aus seiner persönlichen Sammlung, darunter Werke von Miró, Chagall Ferdinand Hodler und Alberte Giacometti.

Zürichsee

Von der Kronenhalle bzw. dem Ende der Bahnhofstraße sind es nur wenige Schritte bis zum Zürichsee. Mit seinen 88 km² bietet der Zürichsee ein vielfältiges Freizeitangebot: Wassersport, eine Boots- oder Schiffsfahrt oder sogar eine Party auf einem Schiff. Wer aber nur wenig Zeit hat, kann den Abend mit einem einfachen Spaziergang entlang der Promenade ausklingen lassen.

Die geschichtsträchtige Altstadt, moderne und zeitgenössische Kunst, Shopping, erstklassige Restaurants und ein entspannter Spaziergang am Zürichsee – an einem Tag lässt sich viel entdecken und genießen. Sind 24 Stunden genug? Vielleicht nicht. Doch wer Kunst, Architektur, Mode und gutes Essen liebt – am besten alles auf einmal – der ist in Zürich genau richtig. Vielleicht ist genau diese Mischung auch das Geheimnis der Züricher Lebensqualität.

Hinterlasse eine Antwort

Deine Email Adresse wird nicht veröffentlicht.