Selbst Einwecken ist einfach und gut

Selbst Einwecken ist einfach und gut (Foto: Shutterstock/casanisa)

Im Winter sieht es bei vielen Obst- und Gemüsesorten nicht gut aus – es gibt sie entweder einfach nicht oder nur zu deutlich höheren Preisen als im Sommer. Wer nicht auf Konserven aus der Dose angewiesen sein möchte, kann sich einer alten Technik bedienen: dem Einkochen beziehungsweise Einmachen.

In der eigenen Küche hergestellte Konserven sind frei von Zusatzstoffen und schmecken besser als industriell gefertigte. Und: Bei Verwendung von Lebensmitteln aus dem eigenen Garten oder aus der Region entfallen lange Transportwege – Lebensmittel selbst zu konservieren stellt auch einen Beitrag zum Umweltschutz dar. Wir erklären die Konservierungsmethoden Einkochen und Einmachen. Viele Einmach-Tipps finden sich zudem zusammengestellt im Kaufland-Online-Magazin.

Einkochen: Ein Vakuum sorgt für langes Leben

Das Einkochen ist schon seit Ende des 19. Jahrhunderts eine beliebte Methode, um schnell verderbliche Nahrungsmittel wie Obst und Gemüse länger haltbar zu machen. Birnen und Kirschen eignen sich dafür genauso wie Erbsen und Möhren. Beim Einkochen werden die Lebensmittel zwischen 75 und 100 Grad in geschlossenen Gläsern erhitzt. Die Hitze sorgt für einen Überdruck im Glas, in dem sich Luft und Wasserdampf ausdehnen. Später bildet sich durch das Abkühlen ein Vakuum im Gefäß, der Glasdeckel ist luftdicht verschlossen. Dabei bleiben die Nährstoffe – mit den Ausnahmen Vitamin C und Betacarotin – weitgehend erhalten.

Viele Gemüse lassen sich einwecken

Viele Gemüse lassen sich einwecken (Foto: Shutterstock/casanisa)

Nötig sind ein großer Topf und Einweckgläser – das sind die Gläser mit den Gummiringen. Wichtig: Die Gläser müssen absolut sauber sein. Vor dem Einkochen also heiß spülen, mitsamt den Ringen. Auch das einzulegende Obst und Gemüse zunächst putzen und säubern.

Dann kommen die Zutaten ins Einkochglas, das wiederum in den Topf gestellt wird. Wer mehrere Gläser gleichzeitig einkocht, sollte darauf achten, dass diese sich nicht berühren. Ein Handtuch auf dem Topfboden sorgt für Halt. Anschließend kommt das Wasser in den Topf – und zwar so viel, dass die Gläser zu ungefähr drei Vierteln im Wasser stehen. Je nach Obst- und Gemüsesorte nimmt das Einkochen zwischen zehn Minuten und zwei Stunden in Anspruch, wobei das Wasser nur langsam erhitzt werden darf. Wer es ganz genau nimmt, benutzt ein Kochthermometer.

Nach dem Einkochen bleiben die Gläser für etwa zehn Minuten im noch heißen Wasser stehen. Anschließend aus dem Topf nehmen und mit einem Geschirrtuch bedecken. Die Gläser kühlen langsam ab, das Vakuum bildet sich. Der Inhalt ist für mindestens zwölf Monate haltbar.

Eingewecktes aus dem Garten

Eingewecktes aus dem Garten (Foto: Shutterstock/FabrikaSimf)

Einmachen: Weniger Aufwand, ähnliches Ergebnis

Einmachen läuft etwas unkomplizierter ab als Einkochen, da es hier keine langen Kochzeiten gibt. Die wichtigsten Utensilien bei dieser Konservierungsmethode sind Gläser mit Schraubverschluss. Auch sie müssen sauber sein, ehe die zuvor zubereiteten Marmeladen, Gelees oder Chutneys hineinkommen. Einmach-Tipp: Damit die Gläser beim Einfüllen der heißen Lebensmittel nicht platzen, die Gläser kurz davor heiß ausspülen.

Die zugeschraubten Gläser nach dem Befüllen einige Minuten auf den Kopf stellen, dann umdrehen und mit einem Handtuch bedeckt abkühlen lassen, während das Vakuum entsteht. Eingemachtes ist sechs bis zwölf Monate haltbar, also nicht so lange wie eingekochte Lebensmittel.