Restaurant De Karmeliet*** – Glänzende 3 Sterne in Brügge

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Ich bin immer gern in Belgien, besonders die Region Flandern hat es mir angetan. Egal ob es die traditionelle Architektur ist, die Jahrhunderte ohne großen Schaden überdauerte und dafür weltweit zu großer Beachtung gelangt ist, die Kunst die wohl einige der bedeutendsten Maler hervorgebracht hat und heute durch zahlreiche Ausstellungen die Vormachtstellung auf diesem Gebiet zu untermauern versucht, oder das hervorragende Essen für das Belgien einiges tut.

Dieses Mal hat es mich ins überaus schöne Brügge verschlagen, landschaftlich großartig, viele Museen und eben auch sehr interessante Restaurants. Eine der Ikonen der Küche Flanderns, für die es sich lohnt einen Abstecher als Foodie nach Brügge zu machen, ist das Restaurant „De Karmeliet“. Hier hat sich Geert van Hecke und seine Frau einen Traum verwirklicht. Das De Karmeliet ist weltweit bekannt und seine Kochkunst mit 3 Sternen im Guide Michelin gekrönt.

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Geert van Hecke – Konstante Spitzenküche

Van Hecke fing in Brügge mit einem kleinen Restaurant an. Innerhalb von einigen Jahren erkochte er sich seinen ersten Stern im Guide Michelin. Der Stern blieb, nur die Gäste wurden mehr und so musste das kleine Restaurant weichen. Das Haus in dem das heutige „De Karmeliet“ eingebettet ist wurde gekauft. Einige Jahre später folgte recht konsequent der 2. Stern im Guide Michelin, der viele Jahre verteidigt wurde. Seit 2006 folgte sodann die Krönung mit dem 3. Stern, der den Belgier bis heute auszeichnet.

Die Räumlichkeiten der Anlage sind weitläufig und es finden sich einige B&B Betten (mit Frühstück) und neuerdings ein Bistro-Konzept neben dem Gourmetlokal auf dem Grundstück. Der Garten ist gepflegt und der Innenhof mit Parkmöglichkeiten (Parkplätze sind Mangelware in Brügge) ausgestattet. Das Bistro „Refter“ spricht eine preisbewusstere Klientel an, jüngere Leute – denen einiges an gutem Essen liegt. Das auch dieses Konzept aufgeht liegt daran, das es erfrischend viele junge Belgier gibt, denen an gutem Essen gelegen ist.

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De Karmeliet – Service, Speisen & Weine

Einmal angekommen im Gourmet-Restaurant De Karmeliet, schlägt schon der Service zu, als Gast fühlt sich Willkommen, geradezu familiär aufgenommen und umsorgt. Die Frage nach dem Aperitif folgt prompt und die Auswahl ist beeindruckend. Ich bestelle recht Zielsicher Champagner, der ist mir zum Einstieg noch immer am Liebsten. Nach meiner Menüauswahl, die ich jedoch vorher schon durchgegeben hatte – ich wähle das große Tasting Menü „Brugge di Scone“ – was so viel wie „Brügge die Schöne“ heißt und wohl auf einen bekannten belgischen Dichter zurück geht.

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De Karmeliet – Eine Weinkarte die glücklich macht

Nach der Menüauswahl bestelle ich als Autofahrer keine korrespondierenden Weine zu den Gerichten, lasse mir aber die Weinkarte kommen. Karte kann man dazu eigentlich nicht mehr sagen, denn es ist ein Buch. Über 600 Weine, Champagner, Port und Madeira gesellen sich neben eine bestechend feine Auswahl an Spirituosen.

Allerhand wirklich feine Novitäten warten darauf bestellt und entkorkt zu werden – wenn man es sich leisten kann. Die Auswahl der Weine deckt weltweit die bedeutendsten Weinregionen ab, egal ob Bordeaux mit seinen Klassikern, die auf der karte schon einmal glatte 10 000 Euro pro Flasche kosten können, oder edle Tropfen aus Südafrika, Australien, USA oder Deutschland – die Auswahl ist erschlagend und gleichermaßen beeindruckend. Ich schaue in den Weinkeller und sehe all diese Köstlichkeiten die dort oben auf dem Papier stehen – eine Schatzkammer in der auch Magnum Flaschen ein Plätzchen finden.

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Nun geht es los mit dem Menü und in froher Erwartung bekomme ich erst einmal selbst gemachte Chips mit Curry und altem Gouda oben drüber gerieben. Die Komposition ist pur belgisch und mit dem Käse wirklich lecker. Es folgt das Amuse, die Aufmerksamkeit des Hauses und dann schlag auf Schlag die Gerichte, bis der Käsewagen den Magen schließt. Aber sehen Sie selbst – in der Galerie mit den Gerichten.

De Karmeliet – Ein lohnender Ausflug nach Brügge

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Fazit: Es lohnt ein Ausflug ins schöne Brügge mit all seinen Kanälen, der barocken Architektur und den feinen Restaurants. Das De Karmeliet kann in einen solchen Besuch nach Flandern gut mit eingebaut werden, Reservierung wärmstens empfohlen. Besonders die Wochenenden sind oft voll belegt und es ist nur schwer ein Platz zu bekommen. Die Preise sind stattlich, mit 220,00 Euro ohne Weinbegleitung kommt das Tastingmenü „Brugge di Scone“ daher.

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Meines Erachtens nach einen Tick zu teuer, wenn man die Zutaten einmal genauer analysiert. Das ist dem 3. Stern zu verdanken, in anderen Restaurants ist die Preisgestaltung ähnlich. Dennoch ist das De Karmeliet absolut einen Besuch Wert, denn van Hecke versteht es wie kein anderer Koch, lokale Köstlichkeiten wie Gemüse und Fisch zu kleinen Kunstwerken zu formen.

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Bildergalerie De Kameliet mit Gerichten