
Das Video der Woche besteht diesmal vielmehr aus zwei Videos zur gleichen Problematik – der Lebensmittel-Verschwendung.
Supermärkte schmeißen oftmals noch durchaus essbare und gesundheitsunbedenkliche Lebensmittel weg, weil das Mindesthaltbarkeitsdatum abgelaufen ist.
Schaut man sich das Leid in Dritte-Welt-Ländern an, wo jeden Tag viele Menschen hungern und sterben, so wird diese Verschwendungs-Praxis in Industrie-Staaten immer unverständlicher.
Das Mindesthaltbarkeitsdatum dient ohne Zweifel dem Verbraucherschutz, doch ich frage mich, ob man nicht noch so etwas wie ein “Ermessens-Datum” einführen kann.
Man könnte dann gesetzlich festlegen, dass Supermärkte die Ware zwischen Mindesthaltbarkeitsdatum und “Ermessens-Datum” preislich zu senken haben, aber dafür bei einem Verzehr von schon nicht mehr gutem Essen nicht haftbar gemacht werden können, außer die Verderblichkeit war offensichtlich.
So würden sowohl die Lebensmittel-Industrie, die die Ware ja sonst eh wegschmeißen hätte müssen, als auch die Verbraucher profitieren, die offensichtlich noch gute Lebensmittel zu einem günstigeren Preis kaufen können.
Das Ganze funktioniert ja auch schon, nur leider in einem vorverlagerten Zeitraum- nämlich, wenn die Lebensmittel kurz vor Ablauf des Mindesthaltbarkeitsdatums stehen und dann oftmals günstiger angeboten werden.
Lebensmittel-Entsorgung
Leckeres aus dem Müll
Das zweite Video zeigt eine Frau, die im Müll essbare Lebensmittel sucht. Die Frau ist kein Einzelfall, sondern vielmehr ein Beispiel für den an Bedeutung zunehmenden Freeganismus-Trend.






Viele Händler geben die Ware an die “Tafeln” ab und diese wiederum an Hilfsbedürftige, auch ein guter Weg.
Auch sehenswert, der Film: We feed the world.
Und die englische Seite: Love Food hate waste.
Keine Lösung für die angeprangerten Probleme aber Schritte in die richtige Richtung.
Die einen sagen,das ist die normale soziale Marktwirtschaft,die anderen meinen,das ist purer Turbokapitalismus!Ich meine:Die meisten,einschl.Mittelstand,werden immer ärmer! Die anderen werden immer reicher.In der BRD gibt es jedes Jahr,lt.Statistischem Bundesamt, 100.000 neue Millionäre! Ob das die wahre Zukunft ist,das wage ich zu bezweifeln!
@pluripotent Ja die Abgabe an die “Tafeln” finde ich auch sehr sinnvoll. Vielen Dank für den Film-Tipp
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@FKT Ich stimme damit überein, dass die Schere zwischen Arm und Reich in Deutschland immer größer wird, was an einem zunehmendem Wegbrechen des Mittelstandes liegt. Hierbei ist die Politik gefordert, wieder eine soziale Marktwirtschaft herzustellen. Ein sinnvolleres Steuerrecht wäre sicher ein guter Schritt in diese Richtung.
Ein bisschen mehr Handel wäre ja auch gut – aber die Kassiererin im Supermarkt darf ja für reife Bananen keinen Rabatt geben…
@Klaus-Peter ja der Kassiererin sind die Hände gebunden
@Michael Hartl vielen Dank für den tollen Link…der ORF-Beitrag ist wirklich sehr sehenswert und zeigt den Verschwendungswahnsinn der Lebensmittel-Industrie eindrucksvoll auf…erschreckend
Die Tafeln sind doch auch nur eine preisgünstige Entsorgungs-Route für die Produzenten u. Händler um aus Waren mit abgelaufenem Datum, Fehlgeschmack oder Fehlgeruch eine Wertschöpfung zu erzielen (habe selber schon bei der Tafel in Heilbronn eingekauft)
Die ganze Welt ist verrückt, da geben manche im Monat mehr Geld für ihr Auto aus, als ein Hartz-IV-Empfänger zum Essen hat, während in Afrika einige Leute stundenlang für 2 – 3 Kg Maismehl anstehen aber eigentlich lieber in einem kleinen Boot über das Mittelmeer nach Europa wollen – aber man sollte nicht zu lange darüber nachdenken, denn wenn man kapiert hat wie alles funktioniert dann macht konsumieren keinen Spaß mehr…..